2. Axiom: "Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt."

Jede Information besitzt nach Watzlawick einen Inhalts- und Beziehungsaspekt. Wir übermitteln also nicht nur reine Sachinformationen, sondern teilen unseren Gesprächspartnern auch immer etwas über die Beziehung zu ihnen mit. Je nach Situation wird einer der beiden Aspekte überwiegen. Handelt es sich um eine "typische Lehr-Lern-Situation" wird eher der Sachaspekt im Vordergrund stehen, da es sich hierbei primär um die Vermittlung von Informationen zu einer bestimmten Thematik handelt.

Ist man dagegen interessiert, das Klima (zum Beispiel) innerhalb eines Kurses zu verbessern, wird der Schwerpunkt auf den Beziehungsaspekt gelegt werden. Die Differenzierung in Inhalts- und Beziehungsaspekt geschieht jedoch nicht immer bewusst. Die Beziehung, die wir zu einem Menschen haben (positive oder negative Gefühle) übt einen starken Einfluss auf die Kommunikation aus.

Mögliche Störungen der Kommunikation bezüglich dieses Axioms

Eine eher negative Beziehung wird auf der Inhaltsebene ausgetragen (Die Diskussionsargumente der Person X werden abgewertet, weil man sie nicht leiden kann).
Unstimmigkeiten auf der Inhaltsebene werden auf die Beziehungsebene übertragen (dadurch dass jemand eine andere Meinung vertritt, erscheint er einem unsympathisch).
Eine Beziehung, die auf unterschiedlichen Emotionen der Beteiligten basiert, führt unweigerlich zu Problemen.

 

 
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